Coinbase-CEO sicher: bis 2030 eine Milliarde Nutzer am Kryptomarkt


Die US-Kryptobörse Coinbase gehört nicht nur zu den führenden Anbietern für den Handel mit digitalen Währungen wie dem Bitcoin. Mit dem sogenannten Coinbase Crypto Report Europe befasst sich das Unternehmen inzwischen auch mit der Frage nach der zunehmenden Akzeptanz der Anleger gegenüber Krypto-Assets. Der frisch veröffentlichte Coinbase Crypto Sentiment Index (CCSI) und der Coinbase Crypto Report Europe 2022 H1 (CCRE) etwa thematisierten als Analyse die Erwartungen zur Entwicklung der Stimmung unter Privatanlegern in Europa. Eine Erkenntnis des CCRE 2022 H1 legt nahe, dass die Zahl der Krypto-Investoren im laufenden Jahr weiter konstant steigen wird. Sowohl der Bericht als auch der CCSI wurden erstmalig erstellt. Der Index soll dabei Aussagen zur Stimmung unter Anlegern mit Blick auf digitale Vermögenswerten und zugleich Rückschlüsse auf die Investitionsbereitschaft im Kryptosektor ermöglichen.

 

US-Börse hinterfragt die Stimmung unter Krypto-Investoren

Zu diesem Zweck befragten die Experten des Unternehmens Teilnehmer des Marktes nach ihren Anlageplänen für die kommenden 12 Monate. Wissenschaftler wie der Leiter des renommierten Frankfurt School Blockchain Centers, Prof. Dr. Philipp Sandner, sehen im Krypto-Sentiment schon heute einen ebenso spannenden wie innovativen Weg, um die Krypto-Offenheit in der Bevölkerung zu analysieren. Dabei seien die Aussagen zur Veränderung des Investitionsklimas hinsichtlich der Industrie für digitale Assets ebenso interessant wie mögliche Gründe, die Anleger zu einem Einstieg in den Markt bewegen. Für die erste Erhebung dieser Art legt der CCSI Daten aus dem Schlussquartal 2021 und dem ersten Quartal des laufenden Jahres 2022 zugrunde.

 

Krypto-Interesse auch 2022 weiterhin auf einem guten Weg

Die Ergebnisse für 2022 fallen laut Coinbase optimistisch aus. Selbst die schwierigen Kursentwicklungen in den vergangenen Monaten konnten den allgemeinen Trend nicht verhindern. So äußerten 56 Prozent der Besitzer von Kryptowerten an, in den kommenden 12 Monaten eine Steigerung ihrer Bestände zu planen. Ein Drittel aller Befragten in Europa will bisherigen Beständen treu bleiben. Nur elf Prozent der Umfrageteilnehmer will Krypto-Bestände binnen eines Jahres abbauen. Besonders hebt man im Hause Coinbase hervor, dass der CCSI mit derzeit 123 Punkten deutlich über dem Basiswert in Höhe von 100 Punkten liegt. Eben dieser Wert würde eine neutrale Stimmung unter Investoren abbilden. Die Messung für das erste Quartal 2022 fiel dem ersten Analysezeitraum für die Zeit von Oktober bis Dezember 2021 um immerhin vier Basispunkte höher aus. Die Analysten verweisen wegen der kurzen Index-Historie jedoch auf die geringe Aussagekraft – für belastbare Daten brauche es weitere Daten.

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Erst dann könne der Coinbase Crypto Sentiment Index seriöse Aussagen treffen. Das besagte Frankfurt School Blockchain Centers zeichnet übrigens im Auftrag der US-Börse für die Herausgabe der CCRE verantwortlich. Unterstützung erhält das Zentrum dabei durch INTAS.tech.

 

Viele Krypto-Besitzer haben Ausbau ihrer Investitionen geplant

Nichtsdestotrotz wird anhand der vorliegenden Details deutlich: Das positive Investitionsklima spricht für einen Anstieg der Akzeptanz gegenüber digitalen Vermögenswerten innerhalb der europäischen Bevölkerung. Weitere Ergebnisse der Befragung: 60 Prozent der Krypto-Einsteiger haben den Schritt auf den Markt in der Zeit von 2019 bis 2021 gewagt. Der CCRE-Vergleich des Q4 2021 und des Q1 2022 verweist darüber hinaus auf eine Wachstumsrate von vormals 29 auf jetzt 32 Prozent hinsichtlich der Anleger, die zum ersten Mal in Krypto-Werte investiert haben. Für Branchenkenner wie Timo Emden, seines Zeichens Gründer des Unternehmens Emden Research ist dieser Trend ein wichtiges Signal, zugleich aber der Beweis: Die europaweite Krypto-Akzeptanz steckt noch immer in den Kinderschuhen. Eine konstante Entwicklung sei für das laufende Jahr jedoch zu erwarten.

 

Krypto-Anbieter in der Pflicht, besser über Vermögenswerte zu informieren

Ein weiterer Kernaspekt des CCRE 2022 H1 ist die Fragestellung, warum Bürgerinnen und Bürger in Europas sechs führenden Volkswirtschaften noch immer auf Krypto-Vermögenswerte als Teil des eigenen Portfolios verzichten. Jede/r vierte Befragte begründet die eigene Zurückhaltung mit für Investments wichtigen Informationen. Für 23 Prozent sind es insbesondere Bedenken hinsichtlich der Investitionssicherheit, die bisher gegen einen Einstieg sprechen. Immerhin 21 Prozent der Umfrageteilnehmer fehlt es noch immer an der nötigen Liquidität. Mangelndes Fachwissen wiederum nannten zuletzt acht Prozent der befragten Investoren in spe als Argument für den Verzicht. Für Sascha Gondwanaland, Coinbase-Country Manager für den deutschen Markt, sind diese Daten eine klare Handlungsempfehlung:

Die Industrie müsse an besseren Erklärungen zur Kryptobranche arbeiten und der eigenen Verantwortung potenziellen Anlegern gegenüber stärker gerecht werden. Einstiegshürden müssten schrittweise abgebaut werden. Es brauche bessere Lerninhalte und Informationsmodelle, um neue Anleger zu überzeugen und die Krypto-Akzeptanz zu steigern.

 

Steigende Investitionen in Kryptos durch deutsche Anleger zu erwarten

Zuletzt lohnt sich der Ausblick auf die Entwicklungen zu Krypto-Investitionen in Deutschland. Hier entschieden sich sogar 68 Prozent der Umfrageteilnehmer zwischen 2019 und 2021 für erste Krypto-Investitionen. 47 Prozent haben sich eine Aufstockung ihrer Bestände zum Ziel gesetzt, 43 Prozent wollen am aktuellen Bestand festhalten. Wenig überraschend: Die führende Kryptowährung Bitcoin (BTC) findet sich mit einem Anteil von 71 Prozent besonders oft in Krypto-Portfolios wieder. Gefolgt von Ethereums Währung Ether, deren Anteil in der Analyse auf 42 Prozent beziffert wird. Ähnliche Zahlen offenbart die Auswertung für die anderen beteiligten Länder Europas.

 

Armstrong: Zahl der Kryptowährung wird sich verfünffachen

Coinbase-Chef Brian Armstrong nimmt die Analyse zum Anlass für eine Prognose zur Entwicklung der Nutzerzahlen im Kryptosektor. Armstrong kommt gleich zu mehreren wichtigen Erkenntnissen. Einerseits erwartet der CEO der Kryptobörse, dass die Zahl derer, die Kryptowährungen verwenden oder Coins und Token zumindest eine Chance geben, auf rund eine Milliarde – wohlgemerkt bis zum Ende des laufenden Jahrzehnts. Derzeit liegt dieser Wert dem Manager zufolge bei rund 200 Millionen Anlegern/Investoren. Mindestens ebenso wichtig aber ist eine andere Erwartung Armstrongs. Binnen maximal 20 Jahren (möglicherweise schon deutlich früher) werden Krypto-Assets und die Kryptowirtschaft insgesamt seiner Meinung nach bereits einen „erheblichen Teil“ des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen. Dies hatte der Börsenchef zuletzt bereits im Rahmen der Milken Institute Global Conference verlautbaren lassen.

Einen besonders großen Beitrag dürften laut Armstrong Angebote aus dem Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi) leisten. Ein Fortbestand der unklaren Regulierungslage – nicht nur in Europa – könnte sich auf die tatsächlichen Entwicklungen jedoch weiterhin nachteilig auswirken.

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