US-Vermögensverwalter Grayscale zieht Klage wegen BTC Spot-ETFs in Betracht


Im Angesicht des Bitcoin-Aufwindes der letzten Woche, der dem BTC Kurs binnen eines Monats ein Plus von deutlich über 20 Prozent einbrachte, steigt bei Anlegern und Anbietern auch zunehmend wieder die Hoffnung auf eine baldige Einführung neuer Kryptoprodukte. Viele Interessenten warten gespannt auf die Entwicklungen in den USA, wo eine ganze Reihe Unternehmen seit längerem auf behördliche Zulassungen wartet. Einer der großen Dienstleister ist die bekannte Investmentgesellschaft Grayscale. Dort möchte man lieber heute als morgen einen ETF-Fonds auf Bitcoin-Basis an den Start bringen. Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) steht diesem Vorhaben jedoch weiterhin skeptisch gegenüber und verhindert entsprechende Pläne. Das aktuelle Ziel im Hause Grayscale: Der bereits aufgelegte will seinen BTC-Trust in einen Bitcoin-basierten Spot-Fonds (ETF) umwandeln.

SEC hat noch bis Juli Zeit für Reaktion auf den Antrag

Der SEC liegen die Unterlagen schon seit Monaten vor. Die erhoffte positive Entscheidung indes lässt nach wie vor auf sich warten. Auf rund 30 Milliarden US-Dollar bringt es der Bitcoin-Trust des führenden Vermögensverwalters weltweit Grayscale inzwischen. Durch die Umwandlung von einem als Wertpapier eingestuften Wertpapiers soll möglichst schnell aber ein ETF werden. Zumindest, wenn es nach dem Anbieter geht. Nachrichtenagenturen berichten dieser Tage wieder verstärkt über die geltenden Fristen für eine abschließende Reaktion durch die US-amerikanische Börsenaufsicht. Spätestens am 07. Juli dieses Jahres müsste eigentlich eine Entscheidung gefällt werden. Dass die SEC bis dahin ein Urteil fällen wird, bezweifeln Experten inzwischen. Grundlage für diese Einschätzungen ist neben der generell eher ablehnenden Haltung der Behörde die bekannt langsame Arbeitsweise innerhalb der Aufsicht bei der Prüfung neuer Krypto-Anträge.

SEC-Chef äußert weiterhin Sicherheitsbedenken bei neuen Krypto-ETFs

Neueste Meldungen lassen darauf schließen, dass sich die Verantwortlichen im Hause Grayscale mit einem weiteren Verstreichen der Frist zum vorliegenden Antrag für den BTC-ETF nicht ohne Weiteres abfinden möchten. Rechtliche Maßnahmen, etwa in Form einer Klage gegen die SEC, werden immer wahrscheinlicher. Eine solche Entscheidung des Vermögensverwalters für juristische Schritte wiederum dürfte die gesamte Kryptobranche in den USA aufmerksam verfolgen. Eben, weil es sich bei Grayscale um einen Vorreiter des Sektors handelt. Eine Zulassung eines Krypto-Fonds über die bisher handelbaren Bitcoin-Futures hinaus würde vermutlich schnell Nachahmer finden. Die Freigabe für Futures-basierte ETFs mit Krypto-Bezug erklärte die SEC in der Vergangenheit mit dem besseren Schutz für normale Anleger gegen die bekannt hohe Schwankungsanfälligkeit (Volatilität) digitaler Währungen.

Für Gary Gensler, den Vorsitzenden der SEC, steht bisher fest: BTC-ETFs sollten generell eine Struktur aufweisen, die den Anforderungen des Investment Company Act aus dem Jahr 1940 gerecht werden. Diese Regeln gelten unter anderem für klassische Investmentfonds und dienen als strenge Absicherung für Anleger.

SEC könnte wichtige Weichen für die US-Rolle am Kryptomarkt stellen

Geht es nach Dienstleistern wie Grayscale, könnten Investoren und kleinere Anleger zukünftig über Fonds endlich auch am Krypto-Spot-Markt partizipieren. Michael Sonnenshein, seines Zeichens Chef des Vermögensverwalters, hält die bisherige Zurückhaltung der Börsenaufsicht für eine „kurzsichtige“ Position der Behörde. Das Interesse der Anleger an Spot-ETFS auf die Kryptoleitwährung sei auf der hoch und zugleich „äußerst ermutigend“. Jeder Tag, an dem die SEC an ihrer restriktiven Meinung festhält und Spot-ETFs auf den Bitcoin verhindert, stelle aus seiner Sicht einen Nachteil für Anleger in den USA dar. Sie müssten wegen eines Mangels an Angeboten am Spot-Markt wie gehabt wider Willen auf terminbasierte Krypto-Produkte zurückgreifen. Dies schade letzten Endes nicht nur dem Markt und interessierten Investoren. Sonnenshein betonte in der Vergangenheit immer wieder, dass die Verweigerung auch zulasten einer starken Stellung der USA auf dem internationalen Kryptomarkt gehe.

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Rechtliche Auseinandersetzung wäre für beide Seiten mühsam

Ein Rechtsstreit mit der Börsenaufsicht würde zwar keine adäquate Lösung über Nacht bringen. Dafür aber könnte die SEC auf diese Weise gezwungen werden, endlich Stellung zu beziehen. Noch besteht die leiste Hoffnung, dass die US-Börsenaufsicht dem Antrag für die beantragte Umwandlung fristgerecht bis zum kommenden Juli stattgeben wird. Sollte dies nicht geschehen: Die für Grayscale arbeitenden Juristen haben der SEC Ende 2021 bereits eine Stellungnahme zukommen lassen. Fürs Erste halten Beobachter die Überlegungen zu einem Gang vor Gericht eher für ein Drohmittel. Denn auch für die Behörde sind langwierige Prozesse mit viel Arbeit und hohen Kosten verbunden. Es bleibt spannend. Mit jedem Tag ohne eine SEC-Reaktion wird ein juristischer Konflikt indes wahrscheinlicher. An den nötigen Mitteln fehlt es aufseiten Grayscales fraglos nicht.

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