SEC droht Krypto-Lending-Anbieter BlockFi mit historisch hoher Strafzahlung


Die USA sind und bleiben für Unternehmen aus dem Kryptoversum auch ein weiterhin ein schwieriges Pflaster. Daran ändern bisher auch die in die Regierung Biden gesetzten Hoffnungen auf eine baldige klare Regulierungs-Klarheit und der Erfolg großer Börsen wie Binance wenig. Das Problem ist aus der Sicht vieler Beobachter vor allem die restriktive Ausrichtung der United States Securities and Exchange Commission (SEC). In der Vergangenheit kämpften schon viele Kryptofirmen mit dem harten Kurs der US-Börsenaufsichtsbehörde, die dem Markt nach wie vor sehr kritisch gegenübersteht. Der Anbieter Ripple etwa gehört zu jenen Dienstleistern, die in den Vereinigten Staaten schon lange sprichwörtlich gegen Windmühlen ankämpfen. Der neueste Fall: die Plattform BlockFi. Der Plattform aus dem Bereich Krypto-Lending droht nun eine Millionenstrafe, die die SEC verhängen möchte.

 

Auch andere US-Behörden bewerten BlockFis Angebot als widerrechtlich

Es geht um eine Summe von sage und schreibe 100 Millionen US-Dollar. Der Nachrichtendienst Bloomberg berichtete als eines der ersten Portale über drohende Strafzahlung. Der Betreiber bietet seinen Kunden unter anderem die Möglichkeit, mit Kryptowährungen nachhaltig zu sparen. Der Vorwurf wiegt schwer. Wie bei anderen Unternehmen der Branche wirft die Behörde dem Dienstleister vor, auf seinem Portal ein illegales Produkt anzubieten. Im Hause BlockFi sieht man die Sache erwartungsgemäß anders. Für die SEC – und einige andere staatliche Einrichtungen – steht am Ende der Nachforschungen fest, dass es sich bei den beworbenen Kontomodellen von BlockFi um Produkte handele, die rechtlich ähnlich zu bewerten seien wie Wertpapiere. Die Folge wäre die Pflicht zur Registrierung der Krypto-Angebote bei zuständigen US-amerikanischen Behörden.

 

Börsenaufsicht könnte die Strafe noch anpassen

Die Plattform für Krypto-Lending wird nicht zum ersten Mal mit derlei Vorwürfen konfrontiert. Das Geschäftsmodell, bei dem sich Anleger überdurchschnittlich hohe Zinsen sichern können, indem sie ihre Krypto-Bestände an andere Nutzer verleihen, stand behördlich schon mehr unter Beschuss. Noch ist unklar, ob es am Ende bei dieser Rekordstrafe bleiben wird. Die Börsenaufsicht gab bekannt, man werde die genaue Höhe im Laufe der neuen Woche bekannt geben. Bliebe es bei der genannten Forderung wegen des Verstoßes gegen geltende Regulierungs-Richtlinien, würde BlockFi fürs Erste als eines der Unternehmen in die Krypto-Geschichte eingehen, gegen das eine der bis dato höchsten Strafen überhaupt verhängt wird.

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BlockFi wirbt mit besonders hohen Renditen für Krypto-Ausleihe

Stein des Anstoßes dürfte vor allem die Höhe der versprochenen Krypto-Zinsen sein. BlockFi ging in diesem Zusammenhang weit über die bei klassischen Sparkonten und Geldanlagen hinaus. Der Hintergrund: Kunden von BlockFi können einzig und allein Kryptowährungen auf ihre Sparkonten überweisen. Zugleich richtet sich die Höhe der erzielbaren Renditen nach den jeweiligen aktuellen Kursen der verschiedenen Kryptowährungen wie dem Bitcoin. Sehr hohe Renditen sind dadurch möglich, dass Krypto-Inhaber zum einen durch steigende Kurse während ihrer BlockFi-Anlagezeitspanne Gewinne realisieren und darüber hinaus die entsprechend höheren Renditen erhalten.

Auf der anderen Seite aber können Renditen aufgrund der geltenden Lending-Regeln auch deutlich sinken – selbst ein Zins-Minus ist denkbar, wenn Kryptokurse besonders deutlich fallen. Experten warnen Anleger außerdem davor, dass es keinen Einlagenschutz wie bei Sparkonten aus dem traditionellen Bankensektor gibt. Eben deshalb, weil der Kryptosektor bisher bis auf wenige Ausnahmen ohne einen Schutz in Form von Einlagensicherungen vermissen lässt.

 

Anbieter gibt Anlegern gegenüber Entwarnung

Sollte die SEC schlussendlich ihren Worten Taten folgen lassen, würde die Entscheidung auch für andere Anbieter mit vergleichbaren Produkten und Konditionen folgenschwer sein. BlockFi reagierte umgehend auf die Nachrichten zur drohenden Rekord-Strafzahlung. Wohl auch, um Kunden davon abzuhalten, frühzeitig Gelder abzuziehen. Man stehen in einem „produktiven Dialog“ mit der SEC und anderen Bundes- und Landes-Behörden, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Auch seien Sorgen der Anleger hinsichtlich der Sicherheit ihrer Einlagen unbegründet. Kunden-Vermögenswerte seien auf der Plattform wie gehabt sicher verwahrt. Zusätzlich verdienen Sparer auf der Plattform in der gewohnten Form Zinsen mit ihren BlockFi-Konten. Angespannt ist die Lage aus Firmen- und Kundensicht fraglos dennoch. Wie erwähnt, könnte die endgültige Entscheidung der SEC Auswirkungen auf den gesamten Lending-Sektor auf dem US-Kryptomarkt haben. Mancher Beobachter hält gar ein generelles (vorläufiges) Verbot für möglich.

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