Millionen-Coup: Vermögensverwalter BlackRock entdeckt den Kryptomarkt


Den Namen BlackRock kannten viele Bürgerinnen und Bürger hierzulande lange vor allem, da der CDU-Politiker und heutige Oppositionsführer im Deutschen Bundestag, Friedrich Merz, zwischen 2016 und 2020 Aufsichtsratsvorsitzender des Deutschland-Ablegers des Konzerns war. Das Engagement des Politikers zog große mediale Aufmerksamkeit nach sich, Merz erntete vor allem für seine Lobby-Arbeit im Auftrag des Investment-Riesen von vielen Seiten Kritik. Inzwischen ist bekannt, wie weitreichend die Investitionen der US-amerikanischen Investmentgesellschaft auch in Deutschland gehen. Lange verhielt sich die Nr. eins unter den Vermögensverwaltern weltweit (mehr als 10 Billionen US-Dollar verwaltetes Vermögen) zurückhaltend, wenn es um den Bereich der Blockchain und Kryptowährungen ging. Im Kontext des Krieges aber meldete sich Ende März Larry Fink, Gründer und CEO von BlackRock, zu Wort. Fink sagte voraus, dass der Krieg in Europa das Ende der jahrzehntelangen Globalisierung einläuten könnte.

Zugleich sprach der Unternehmer davon, dass digitale Währungen in diesem politischen Umfeld einen eindrucksvollen Aufstieg erleben und helfen könnten, Abhängigkeiten auf dem Währungsmarkt zu überwinden. Nun kündigt das Unternehmen an, selbst Teil der „Zeitenwende“ werden zu wollen. Die Devise für den Konzern könnte sprichwörtlich lauten: Nicht kleckern, sondern klotzen“.

BlackRock könnte eigene Investoren zum Umdenken bewegen

Den Einstieg in die Welt der Kryptowährungen möchte sich BlackRock einiges kosten lassen. Freilich sind solche Summen für den Konzern keine finanzielle Herausforderung. Für die Branche sind das Interesse und die Investition des führenden Vermögensverwalters aber durchaus ein nicht unterschätzender Faktor auf dem Weg zu mehr Akzeptanz. Schließlich verfügt der Konzern über ein weltumspannendes Netzwerk und könnte für viele Kunden und Partner den Weg in das Kryptoversum ebnen. Bereits die Aussagen Finks vor wenigen Wochen dürften ihre Wirkung nicht verfehlt haben. Das Credo für Investoren könnte lauten: Wenn ein vormals skeptischer Vermögensverwalter wie BlackRock digitale Währungen und ihre zugrundeliegenden Systeme als Chance für die Zukunft begreift, gibt es auch für Anleger Mittel und Wege für zukunftsträchtige Renditen.

BlackRock-Chef sieht Kryptowährungen als Instrument des Wandels

Schon im jährlich erscheinenden „Brief an die Aktionäre“ hatte Fink die möglichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine als potenzielle Triebfeder für digitale Währungen bezeichnet. Beispielsweise könnten der Bitcoin und Altcoins eine schnellere und günstigere Abwicklung von Transaktionen rund um den Globus ermöglichen sowie die Risiken von „Geldwäsche und Korruption“ deutlich begrenzen. Nun folgt vonseiten BlackRocks also der logische nächste Schritt. Den Startschuss gibt der Konzern mit einer Beteiligung an einer Finanzierungsrunde des bekannten Krypto-Unternehmens Circle, welches für die Emission des Stablecoins USD Coin (USDC) verantwortlich zeichnet. Der Coin wies bei Redaktionsschluss eine Marktkapitalisierung in Höhe von rund 50,6 Milliarden USD (Quelle: Coinmarketcap) auf. 400 Millionen US-Dollar hat der Dienstleister durch den Abschluss der besagten Finanzierungsrunde eingenommen.

BlackRock befindet dabei in guter Gesellschaft. Mit an Bord sind auch die Unternehmen Fidelity Management, Fin Capital und der Londoner Hedgefonds Marshall Wace. Über die Höhe der einzelnen Investitionen der beteiligten Geldgeber ist derzeit nichts bekannt.

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BlackRock-Expertise als Vermögensverwalter als Kernthema der Partnerschaft

BlackRock wird den aktuellen Meldungen nicht nur eine zentrale Stellung als strategischer Investor und Partner für Circle einnehmen. Darüber hinaus wird BlackRock die Führungsrolle bei der Verwaltung der Barreserven in USDC übernehmen, wie der Pressemeldung zu entnehmen war. Vonseiten des Anbieters Circle heißt es dazu, Digitalwährungen mit Kopplung an den US-Dollar als internationale Leitwährung seien ein wichtiger Antrieb für einen „globalen wirtschaftlichen Wandel". Circles technologische Infrastruktur nehme dabei eine wesentliche Position dieses Wandels dar. Durch die neue Finanzierungsrunde will das Unternehmen seinem Wachstum noch mehr Vorschub leisten, so Circle-CEO Jeremy Allaire. Nicht zuletzt mit einem starken Partner wie BlackRock könnte der Peer-to-Peer-Zahlungsdienstleister Circle seinen Einfluss auf dem Kryptomarkt schnell massiv ausbauen.

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