Intel: Neuer umweltfreundlicher Krypto-Chip ist auf dem Weg


Die Entstehung neuer Krypto-Münzen über das sogenannte Mining ist in Systemen wie der Bitcoin-Blockchain ein seit Jahren bekanntes Problem in puncto Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Der Grund: Die bisherigen Technologien verlangen einen enormen Einsatz von Strom. Dies nahmen zuletzt immer wieder Staaten und einzelne Politiker zum Anlass, um ein Verbot digitaler Währungen ins Gespräch zu bringen. Der Chiphersteller Intel teilte nun mit, diesem Problem mit einer neuen Entwicklung den Kampf anzusagen. Die Aktionäre dürften sich darüber freuen. Die Intel Aktie erholte sich zur Mitte der aktuellen Handelswoche von den Rückschlägen der vergangenen Woche. Wobei nicht sicher ist, inwieweit die Nachricht zum neuen „Krypto-Chip“ tatsächlich Einfluss auf die Erholung des Aktienkurses hat. Zugleich schürt auch der große Mitbewerber NVIDIA in der Krypto-Community die Hoffnung, dass Mining bald weniger umweltschädlich werden könnte.

 

Chips sollen noch im Jahr 2022 in den Handel kommen

Aus dem Hause Intel heißt es ganz aktuell, man habe einen speziellen Chip entwickelt, der explizit für den Einsatz beim Mining – auch als Schürfen bekannt – gedacht sein wird. In der Stellungnahme des Entwicklers findet gar der Begriff eines „Blockchain-Beschleunigers“ Erwähnung. Die sprichwörtliche Latte legt der Konzern mit Blick auf die Konkurrenz hoch, schaut man sich die Details zum neuen Chip an. Im direkten Vergleich zu derzeit genutzten Mainstream-GPUs, so Intel, soll die Effizienz des Krypto-Chips bezogen auf ein Watt Leistung um den Faktor 1.000 höher ausfallen. Dabei geht es ausdrücklich um solche Mining-Aktivitäten, die wie in der Blockchain des Bitcoins mit einer SHA256-Variante einer Hashfunktion auf Basis eines Secure Hash Algorithm arbeiten. Das Statement des Herstellers nennt für den Marktstart des neuen Chips fürs Krypto-Mining auch einen klaren Zeitplan. So soll das dramatisch effizientere Chip-Modells bereits im laufenden Jahr 2022 in den Handel kommen.

 

US-Hersteller nennt erste Abnehmer für seine Krypto-Chips

Damit nicht genug. Der Halbleiterhersteller aus den USA gibt gleichzeitig Namen von Partnern bekannt, die sich schon jetzt für den Einsatz der Neuentwicklung entschieden haben. Auf der Liste der Interessenten stehen so bekannte Namen wie der Anbieter mobiler Zahlungslösungen Block, der vormals unter dem Namen Square firmierte. Einen Teil der ersten Produktionscharge soll sich der Pressemeldung zufolge auch der bekannte Anbieter Argo Blockchain gesichert haben. GRIID Infrastructure, einer der wohl bekanntesten großen Bitcoin-Miner aus den USA, hat sich laut Intel ebenfalls in die Käuferliste eingetragen. Die Meldung kommt für die Kryptobranche zu einem günstigen Zeitpunkt. Denn der hohe Energieverbrauch stand in den letzten Monaten regelmäßig in der Kritik. Auch Tesla-Gründer und Multimilliardär Elon Musk hatte sich kurze Zeit, nachdem sein Unternehmen Zahlungen in Bitcoins beim Fahrzeugkauf zugelassen hatte, frühzeitig wieder gegen die Kryptowährung ausgesprochen. Und dabei ebenfalls insbesondere die massive Umweltbelastung durch die Bitcoin-Blockchain und das Mining als Argument angeführt.

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Entwicklung gehört zur übergeordneten Krypto-Strategie von Intel

Für den Hersteller Intel wäre die (mit hoher Wahrscheinlichkeit) erfolgreiche Einführung des innovativen Kryptochips ein wichtiger neuer Schritt hin zu noch mehr Einfluss auf dem globalen Kryptomarkt und ein zusätzlicher Aspekt im Rahmen seiner groß angelegten „Blockchain-Initiative“. Eben diese verfolgt das Unternehmen bereits seit Jahren. Vonseiten des Unternehmens heißt es dementsprechend, die Entwicklung solle Teil einer hauseigenen „Roadmap“ sein, die als ein „energieeffizienter Beschleuniger“ einen Beitrag zu kommenden Blockchain-Technologien leisten soll. Der Chip-Profi will sich nach eigener Aussage für mehr Nachhaltigkeit einsetzen und an der Entstehung eines „offenen und sicheren Blockchain-Ökosystem“ mitwirken. Experten sehen in der Ankündigung des neuen Chips einen möglichen Startschuss für weitere vergleichbare Produkte, die optimal auf die Bedürfnisse und Ansprüche möglicher Kunden abgestimmt werden könnten.

 

Bessere Produkte könnten Anleger-Bedenken zu Kryptowährungen beseitigen

Dass Mitbewerber wie NVIDIA – ebenfalls in den USA ansässig – ähnliche Angebote (in diesem Falle in Form sogenannter „Cryptocurrency Mining Processors)“ zur Beseitigung der derzeitigen Effizienzprobleme bei Grafikkarten verkaufen wollen, wird wohl nicht nur die Verkaufszahlen steigen lassen. Der Trend zu Geräten mit geringerem Energieverbrauch und höherer Effizienz könnte zudem die laute Kritik am Mining in den kommenden Jahren etwas verstummen lassen. Wichtig wäre dies insofern, als umweltbewusste Anleger digitalen Währungen zukünftig immerhin etwas weniger skeptisch begegnen und diese häufiger als das erkennen würden, was sie zunehmend sind. Interessante Anlagealternativen auf Handelsplattformen und Kryptobörsen, die bei entsprechender Risikobereitschaft lukrative Renditen ermöglichen können.

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