Forbes: Zahl der Krypto-Milliardäre erneut spürbar gestiegen


Die ungleiche wirtschaftliche Entwicklung seit Beginn der Pandemie ist allgemein bekannt: Während viele Normalverdiener noch immer unter den Corona-Folgen (und zusehends unter jenen des Ukraine-Kriegs) leiden, stieg die Zahl der Reichen und Superreichen weltweit seit Anfang 2020 nochmals deutlich. So zeigte eine Studie der Beratungsgesellschaft Capgemini, dass die Zahl der „High Net Worth Individuals (HNWI)“ 2020 um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen war. Dies bedeutete: In Deutschland lebten im besagten Jahr gut 69.000 mehr Menschen mit einem verfügbaren Vermögen von wenigstens einer Million US-Dollar als 2019. Weltweit verhält sich die Lage sehr ähnlich. Die neueste „The Richest Crypto and Blockchain Billionaires in the World 2022“ aus dem Hause Forbes für das vergangene Zeit zeigt, dass auch der Kreis der Krypto-Milliardäre erneut um einige große Namen aus der Welt der digitalen Währungen und der Blockchain Technologie gewachsen ist.

Neue Platzierungen verdeutlichen das Wachstum des Kryptomarktes

Turnusmäßig veröffentlichte das Wirtschaftsmagazin Forbes am gestrigen Tag seine aktuelle Liste der reichsten Unternehmer der Welt. Eine der wohl interessantesten Erkenntnis der Auswertung ist der deutliche Anstieg der Milliardäre, die ihr Vermögen dem Kryptomarkt verdanken. Standen im Vorjahr 12 Namen mit Bezug zur Branche auf der Liste, sind es inzwischen 19. Dies entspricht einem Anstieg um sage und schreibe 58 Prozent. Dies ist fraglos ein wichtiger Hinweis auf den großen Erfolg der betreffenden Personen, spricht zugleich aber auch für die positive Entwicklung des Sektors insgesamt. Nie zuvor gab es so viele Superreiche, die ihr Vermögen mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin, Beteiligungen an Kryptobörsen und anderen Unternehmen des Sektors gemacht haben.

Experten gehen inzwischen davon aus, dass dieser Trend in den kommenden Jahren aufgrund der zunehmenden Akzeptanz im sogenannten „Mainstream“ noch deutlich stärker ausfallen wird.

Binance-Chef bleibt weiterhin der Spitzenverdiener im Krypto-Sektor

Große Überraschungen sucht man an der Spitze der Großverdiener auf der „The Richest Crypto and Blockchain Billionaires in the World 2022“ zwar vergebens. Es tauchen aber dennoch einige vielversprechende Namen auf der Liste auf, die in naher Zukunft möglicherweise so manchen Platz auf die Führungsgruppe gutmachen könnten. Nach wie vor belegt der Geschäftsführer der weltweit führenden Kryptobörse Binance, Changpeng (genannt: „CZ“) Zhao, den ersten Platz der Krypto-Milliardäre. Der Börsengründer bringt es laut Forbes auf ein Nettovermögen in Höhe von nicht weniger 65 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Auf der allgemeinen „Rich List“ aller Superreichen sichert sich der Binance-Chef mit seinem Vermögen derzeit den 19. Rang. Mit deutlichem Abstand geht Rang zwei (geschätztes Nettovermögen: 24 Mrd. USD) an Sam Bankman-Fried, den Gründer und CEO der Handelsplattform FTX. Eine Besonderheit bezüglich der Personalie Bankman-Frieds: Der Milliardär spendet oder verschenkt nach eigener Aussage regelmäßig große Teile seines Vermögens.

Deutliche „Vermögenslücke“ zwischen Spitzengruppe und folgenden Plätzen

Coinbase-Mastermind und -CEO Brian Armstrong sichert sich auf der Forbes-Zusammenstellung mit 6,6 Milliarden US-Dollar netto den dritten Platz. Auch hier zeigt sich, wie deutlich die Vermögensabstände zwischen den Schwergewichten der Kryptobranche noch immer ausfallen. Auf den folgenden Plätzen sind die Unterschiede hingegen zunehmend überschaubarer. Als neues Mitglied führt die Forbes-Liste Gary Wang, den CTO im Hause FTX, an. Sein Vermögen beziffern die Experten auf 5,9 Milliarden. Auf 4,3 Milliarden US-Dollar netto und damit Platz fünf bringt es laut der Analyse Chris Larsen, seines Zeichens einer der Gründer von Ripple. Nur knapp hinter Larsen verortet die Liste die als Winklevoss-Zwillinge bekannten Investoren und „Business Angels“ Cameron und Tyler Winklevoss. Ihr Nettovermögen soll bei je etwa vier Milliarden Dollar liegen. Mit 3,7 Milliarden USD liegt Upbit-Gründer Song Chi-hyung nur knapp hinter den Brüdern.

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Krypto-Vermögen binnen weniger Jahre dramatisch gestiegen

Die rasante Entwicklung im Bereich „Web3“ repräsentieren auf der Milliardärs-Liste unter anderem die Neuzugänge Joseph Lau und Nikil Viswanathan. Beide gehören zum Gründungsteam des Unternehmens Alchemy. Ihr geschätztes Vermögen: 2,4 Milliarden USD. Damit liegen die Unternehmer derzeit auf Rang elf. Gewissermaßen im Höhenflug befinden sich auch Alex Atallah und Devin Finzer, die an der Gründung des erfolgreichen Start-ups Opensea beteiligt waren. Ihr Nettovermögen geben die Forbes-Analysten mit jeweils rund 2,2 Milliarden Dollar an und verorten sie damit auf Rang 13. Kim Hyoung-nyon von der aufstrebenden Kryptobörse Dunamu verfügte im vergangenen Jahr über 1,9 Milliarden Dollar. Besonders deutlich wird die rasante Vermögensentwicklung im Kryptosektor im direkten Vergleich mit den Daten aus dem Jahr 2018, als Forbes erstmals Zahlen zu Krypto-Milliardären erhob. Auch damals umfasste die Krypto-Liste 19 Personen. Der große Unterschied: Ein ein- oder gar zweistelligen Milliardenvermögen lag zu diesem Zeitpunkt noch in weiter Ferne.

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