Bitkom-Umfrage: Smartphone-Zahlungen gewinnen an Bedeutung


Die Corona-Pandemie hat in vielerlei Hinsicht einen Wandel vorangetrieben. Beispielsweise sind immer mehr Verbraucher dazu übergegangen, auf den klassischen Handschlag oder Umarmungen als Begrüßungsritual zu verzichten. Darüber hinaus stieg die Zahl der Verbraucher, die sich vermutlich auch dauerhaft für bargeldloses Bezahlen entscheiden, in deutlicher Weise. Eine aktuelle Umfrage aus dem Hause Bitkom – des Branchenverbandes der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche zeigt nun aber, dass sich das Zahlungsverhalten innerhalb der deutschen Bevölkerung sogar noch deutlicher verändert hat. Tatsächlich gewinnt das Smartphone hierzulande immer häufiger zum Mittel der Wahl, um Zahlungen zu tätigen. Bei steigender Tendenz.

 

Entspanntere Pandemielage wirkt sich auf Online-Banking aus

Am heutigen Dienstag, dem 31.05.2022, veröffentlichte der IT-Branchenverband seine neuesten Informationen zum Nutzungsverhalten bei Zahlungen. Deutlich wird dabei, dass das mobile Endgerät inzwischen 67 Prozent der befragten Personen für Zahlungen bei Einkäufen im Internet zum Einsatz. Wie nicht anders zu erwarten war, gibt es in diesem Zusammenhang jedoch durchaus deutliche Unterschiede in den verschiedenen Altersklassen. Richtig ist: Auf die Gesamtheit aller Befragten zeigt sich ein Anstieg der Zahlungen per Smartphone. Zum Vergleich: Ungeachtet des Alters fiel der Wert beim Bezahlen übers Handy im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent höher aus. 2019 wiederum gaben lediglich 52 Prozent der Teilnehmer im Rahmen der Befragung an, das Smartphone für Zahlungen zu verwenden.

 

Rückgang im zweiten Corona-Jahr, aber weiter hohe Werte

Die Pandemie hat in diesem Fall also zu einem offensichtlichen Anstieg geführt. Die Ergebnisse fallen umso klarer aus, schaut man sich die Entwicklung gemessen am Alter an. Sage und schreibe 78 Prozent der Umfrageteilnehmer im Alter ab 16 Jahren gaben an, Zahlungen entweder zumindest zum Teil oder sogar ausnahmslos online zu tätigen. Allerdings gibt es hier eine leichte Abwärtstendenz. Denn im Vorjahr 2021 lag der Wert bei 80 Prozent. Im ersten Jahr der Pandemie wiederum gaben 73 Prozent der befragten Personen an, Online-Zahlungen zu präferieren. Ähnlich verhält sich die Lage in der Altersgruppe der Befragten ab 65 Jahren. Online-Banking bevorzugen 2022 in diesem Umfeld bisher 32 Prozent. Gegenüber dem Jahr 2021 entspricht dies einem Rückgang um sieben Prozent.

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2020 aber lag der Anteil derer, die am liebsten online zahlen, lediglich bei 22 Prozent. Insofern repräsentiert der Trend auch die zunehmenden Lockerungen im Handel. Mancher Konsument kehrt deshalb zurück zu klassischen Bargeldzahlungen an der Kasse im Supermarkt oder im Handel insgesamt.

 

Jugendliche und junge Erwachsene setzen verstärkt auf Online-Banking

Einen vergleichbaren Rückgang zeigt die Umfrage des Branchenverbandes auch für die Gruppe der 50- bis 64-Jährigen. In dieser Sparte gaben 2020 87 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bitkom-Umfrage an, meist auf digitale Zahlungen zu vertrauen. 2021 lag der Wert bei 92 Prozent, 2022 sank der Anteil der Nutzer digitaler Zahlungen auf 84 Prozent. Die deutlichste Veränderung zeichnet sich in der Gegenüberstellung in den Gruppen der 16- bis 29-Jährigen einerseits sowie der 30- bis 49-Jährigen ab. Ganze 97 Prozent der Vertreter dieser Altersklassen gaben an, Bankgeschäfte online abzuwickeln. Hier handelt es sich mitunter um Verbraucher, die Transaktionen sowohl online als auch auf herkömmliche Weise erledigen. 41 Prozent der Befragten in diesem Alter verzichten gar vollends auf den Gang in die Filiale der Hausbank und setzen somit einzig und allein auf Online-Banking. Eben hier zeichnet sich ein fortgesetzter Trend zur Online-Zahlung ab. 2020 lag der Anteil bei 29 Prozent, 2021 bereits bei 38 Prozent.

 

Bitkom-Verband rät Banken zu mehr Digitalisierung

Die Umfrage bezieht sich auf die Aussagen von insgesamt 1.004 Personen, die sich an der Auswertung des Anbieters Bitkom Research insgesamt 1.004 Personen im Alter ab 16 Jahren, die sich an der Erhebung beteiligt haben. Was den allgemeinen Gebrauch von Online-Banking betrifft: 2019 hatten 70 Prozent der damals befragten Personen Online-Banking genutzt. Im Jahr 2022 liegt der Anteil zum Zeitpunkt der Befragung bei 78 Prozent. Die Auswirkungen der Pandemie bleiben also weiterhin erkennbar. Auch, wenn es im Vergleich zum bisher größten Krisenjahr 2021 eine leichte Abkehr vom Online-Banking gegeben hat. Gerade bei älteren Menschen setzen sich Zahlungen per Mobilgerät und Internet endlich stärker durch. Eine Folge dürfte sein, dass die Zahl derer, die Wert auf das Filialgeschäft ihrer Bank legen, weiter sinkt. „Smartphone-Banking“, so der amtierende Bitkom-Präsident Achim Berg, dürfte in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.

Schon jetzt können 45 Prozent der Umfrageteilnehmer im Alter ab 65 Jahren auf das Filialgeschäft verzichten. Schon deshalb sollten Banken laut dem Bitkom-Verband mehr auf digitale Geschäftsmodelle setzen und insbesondere stärker auf virtuelle Beratungsangebote (z.B. per Videokonferenz) setzen.

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